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Chronik 2022

Diese Chronik enthält einzelne Beiträge zum Jahresthema und aus dem Gemeindeleben.
Sie erhebt keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit.

Jahresthema

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Gemeindefestausschuss (unter Verwendung von Mirko Raatz – Fotolia)

Mit einem zuversichtlichen „JA“ in die Zukunft

Zehn Jahre ist das schon her. Am 1. Januar 2012 wurde die Kirchengemeinde Zwölf-Apostel Sarstedt-Land gegründet. Und wir feiern 2022 Jubiläum. Viel hat sich verändert in den zehn Jahren: neue Organisationsstrukturen, neue Pastor:innen, neue Gottesdienstformate, Konfirmandenmodelle, Kirchenvorsteher:innen, Angebote und Abläufe – Umstellungen für Jung und Alt, Ehren- und Hauptamtliche. Ein Mammutprojekt war und ist das, diese besondere Kirchengemeinde, diese Fusion aus ehemals 6 Kirchengemeinden, dieses Modell, das inzwischen immer mehr Schule macht – nicht nur in unserer Landeskirche. Wir waren Vorreiter. Hier wurde mutig etwas gewagt, was anderen Kirchengemeinden nun noch bevorsteht. Das war natürlich nicht leicht. Und es war auch mit viel Frust und Enttäuschung verbunden. Es gab Streit und Konflikte. Es war anstrengend und herausfordernd. Und ich will auch nicht behaupten, dass inzwischen alles geklärt sei und alle nun glücklich an einem gemeinsamen Ziel angekommen seien. Wir werden auch in den nächsten Jahren ausprobieren, ausdiskutieren, anpassen und neu ausrichten müssen. Und nicht jeder wird zufrieden sein, mit dem was geworden ist und noch entstehen wird. Tatsache ist aber, dass ganz viel bereits entstanden ist. Es ist keinesfalls nur abgebaut, zurückgefahren oder abgebrochen worden in den letzten Jahren. Klar, einiges, was früher war, das besteht heute nicht mehr. Angefangen bei den Hauptamtlichen: Wo vor 10 Jahren noch 6 Pfarrstellen zur Verfügung standen, sieht der Stellenrahmenplan derzeit nur noch nur noch 2 3/4 Pfarrstellen vor (ab 2023 vermutlich sogar noch weniger). Kreise, die sich mal trafen, sind eingeschlafen, Gebäude sind verkauft oder umfunktioniert worden, Gottesdienstformate und Traditionen stießen auf kein Interesse mehr. Das ist schade und darüber darf man auch traurig sein. Andererseits sind gerade in den letzten Jahren so viele neue Gruppen, Angebote und Formate entstanden, dass uns Superintendent Peisert bei der Visitation 2021 ermahnen musste, unsere Kräfte und Ressourcen zu schonen: „Zwölf-Apostel Männer Aktiv“, „Zwölf-Apostel On-Tour“, die Jugendarbeit, die zahlreichen Teamer, „Brot und Butter“, der „Alternative Abendgottesdienst“, die Taufboxaktion mit den Geschenk-Tauben, die „ EINER FÜR ALLE“-Gottesdienste, zwei neue Kindergärten in unserer Kirchengemeinde, die Umwelt-Gruppe, die Krimispielgruppen, unsere Tauffeste, neue Freizeit-Angebote für die Jugendlichen und Ex-Konfis, unsere Videoandachten, die Sommerkirche, „Torte im Ort“, die Konfi-Band und… – schauen Sie nur mal auf unsere Homepage, was da alles zusammenkommt! Aber auch wer in den letzten Jahren diesen Gemeindebrief gelesen hat, der wird sich nicht nur über die hohe Qualität dieser Publikation gefreut haben, sondern wird auch gemerkt haben: Zwölf-Apostel ist eine lebendige Kirchengemeinde mit unglaublich großem Angebot, mit unzähligen Ehrenamtlichen, immer wieder neuen Gesichtern, jungen Leuten, jungen Familien, neu Zugezogenen und Wiedereingetretenen. Die Nachfragen nach Taufen und Trauungen übersteigen oft unsere terminlichen Kapazitäten und in unseren besonderen Gottesdiensten, nicht nur an Weihnachten, sondern auch an Erntedank, zur Begrüßung und Verabschiedung der Konfirmanden, am Abend mit der Band, mit Cantiamo oder dem Kinderchor, ist Platzmangel das vornehmliche Problem. Klar, nicht jeder Gottesdienst ist gut besucht. Besonders dem „normalen“ Gottesdienst am Sonntagmorgen gilt meist eher das Prädikat „klein aber fein“, aber auch das muss und darf es geben: Großevents und kleine intensive Runden – in unserer Gemeinde kommen beide zu Ihrem Recht, haben ihre Zeit und ihren Ort.
     Unsere Gemeinde bietet für so viele Menschen mit den unterschiedlichsten Interessen und Nöten einen Raum, in dem sie sich willkommen fühlen, sich mit ihren Talenten einbringen, neue Freundschaften mit Menschen aus anderen Orten schließen, miteinander ins Gespräch kommen und über die Fragen des Glaubens und des Lebens nachdenken und auch weiterkommen können.
     Über all das und noch vieles mehr kann man sich freuen, das darf man feiern und das werden wir auch tun (mehr zu unseren Plänen für das Jubiläumsjahr im folgenden Artikel). Wir wollen und können mit einem fröhlichen und dankbaren „Ja“ zurückblicken und auch in die Zukunft gehen. „Ja“ zu dem was entstehen konnte und geworden ist, „ja“ zu einander über die Ortsgrenzen hinweg, „ja“ zu unserer gemeinsamen Mitte, wie sie in leuchtendem Rot unser Logo ziert. Ja, Herausforderungen wird es auch in Zukunft geben, aber, „ja“, wir müssen das auch weiterhin nicht alleine bewältigen. Ja, da ist einer, der uns ermutigt und geleitet, einer der „ja“ zu uns sagt und „ja“ zu einer Gemeinschaft von Menschen, die nach seinem Willen fragen, sein Wort hören, sich auf seine Verheißungen verlassen und sich seinen Trost zusprechen lassen.
     10J12A, 10 Jahre 12 Apostel – ja, liebe Gemeinde, bei mir überwiegt es auf jeden Fall: ein großes, dankbares, zuversichtliches „Ja“! Ich hoffe, es geht Ihnen auch so!

Pastor Yorick Schulz-Wackerbarth

► Bericht zum Gemeindefest am 03. Juli 2022

Aus: Gemeindebrief 4 - 2021

Aus dem Gemeindeleben...

Die Sternsinger sind da!
Empfange hier den Segen der Heiligen Nacht per Video und spende für Kinder in Not.
Das Missionswerk ‚Sternsinger‘ hat zum Jahresbeginn ein Ziel:

  • die frohe Botschaft, der Segen der Heiligen Nacht, soll möglichst viele Menschen erreichen – auch unter Corona-Bedingungen.

Für sie steht fest: #GemeinsamGehts. Lasst uns die Welt verändern – kreativ und vielfältig.

Das Team der Zwölf-Apostel Kirchengemeinde

Email vom 06.01.2022 an den Gemeindeverteiler

Sternsinger Videogruß - YouTube-Kanal „Zwölf-Apostel in der Tube“
zu Märchen am 20.10.2021
Foto: Hanna Paul

Viele Märchen, spannend erzählt

Es war einmal vor langer, langer Zeit…

So fing unser Seniorennachmittag am 20. Oktober mit Iris Hapke an. Frau Hapke ist eine Dekorateurin, Zauberin und Künstlerin im Erzählen.

Ein Gedicht von Wilhelm Busch „Der Herbst“ stimmte uns auf einen schönen Nachmittag ein. Das Märchen der Brüder Grimm „Rapunzel“ erzählte von einer bösen Zauberin, dem Rapunzelkraut, der Kraft der langen Haare und hatte ein gutes Ende durch die Liebe.

Wir waren begeistert! Frau Hapke hat uns in unsere Kindheit zurückversetzt.

Das nächste Märchen, auch von den Brüdern Grimm, ist das traurige Märchen von „Sterntaler“. Dabei begleitete uns Frau Hapke auf dem Fingerklavier „Sansula“ und hat uns das Märchen richtig traurig und spannend rübergebracht. Es endet leider mit dem Tod.

Eine lustige Geschichte als Trost war frei erfunden. Frau Luna (Mond) verliebte sich in den Morgen- und Abendstern und konnte sich nicht zwischen den beiden entscheiden. Deswegen gibt es einen abnehmenden und zunehmenden Mond.

Der Nachmittag war so schön, dass wir beschlossen haben, ihn immer im Oktober in unser Programm aufzunehmen.

Vielen Dank an Iris Hapke!

Hanna Paul


Woran erinnern wir uns?

Eine Zeitreise in die Vergangenheit

Am 17. November, in diesem Jahr war es Buß- und Bettag, besuchte uns wieder Frau Nolles. Jedes Jahr um diese Zeit (wenn Corona es zulässt) stimmt uns Frau Nolles mit ihren Geschichten auf eine besinnliche Zeit ein.

Nach Kaffee und Kuchen kam das Gespräch auf Erinnerungstage. Frau Nolles nahm uns auf eine Zeitreise in ihre Kindheit mit. Es war eine Zeit mit viel Natur, Tieren, einem großen Garten und viel Platz zum Spielen. Es gab natürlich auch viel zu tun und es gab nichts in Hülle und Fülle, aber Zufriedenheit und Geborgenheit waren im Vordergrund.

Jetzt kam die Frage an uns: Was haben wir für Erinnerungen? Da war natürlich im Vordergrund Kriegs- und Nachkriegszeit, Bombenalarm, zerstörte Gebäude, Entbehrungen und Lebensmittelknappheit.

Die Geschichten waren alle spannend und es hätte noch länger so weitergehen können.

Wir verabschiedeten uns mit der Hoffnung, dass im neuen Jahr alles besser wird.

Vielen Dank, Frau Nolles!

Hanna Paul

Gemeindebrief 1-2022, Seite 24

Ukrainisch Orthodoxes Osterfest in der Kirche St. Nicolai zu Gödringen 23.04.2022
Foto: Birgit Wachsmann

Zu „Pasqua“, dem ukrainischen Osterfest, gestaltet Pater Andrej am 23. April 2022 einen ökumenischen Gottesdienst in der Kirche St. Nicolai zu Gödringen.

Die kleine Kirche ist bis auf den letzten Platz gefüllt und die überwiegend ukrainischen Gläubigen bringen traditionelle Ostergaben wie Brot, Eier und Kuchen, um sie an diesem besonderen Tag segnen zu lassen.  

Foto: Birgit Wachsmann
 

Ostern – das Fest der Auferstehung und der Hoffnung. In einer schwierigen Zeit, geprägt von Krieg und Flucht.  Denn viele der Anwesenden haben zweitausend Kilometer zurückgelegt, um der Gewalt in ihrem Land zu entkommen. Sie haben Angehörige zurückgelassen und besonders in dieser Andacht liegen Ängste und Hoffnung dicht beieinander. Pater Andrej bezeichnet den Gottesdienst als Quelle zum Aufladen. Aufladen für das ganze Jahr um Kraft zu schöpfen für sich und andere in dieser Zeit. Die Gläubigen geben sich zum Abschluss des Gottesdienstes das Hoffnungslicht der Osterzeit von einer zur anderen Kerze weiter gehen so gestärkt im Anschluss auf den Gutshof der Familie Busch, um gemeinschaftlich zu essen und zu feiern.

Foto: Birgit Wachsmann
 

Die Idee zu dieser außergewöhnlich spontanen Aktion hatte Mareen Rühmkorf, die auch Pater Andrej dafür gewinnen konnte. Er kommt aus der Ukrainisch Orthodoxen St. Wolodymyr Pfarrgemeinde Hannover Misburg und kam gern, um mit den Christen der Region das Osterfest zu feiern.

Foto: Birgit Wachsmann
 
Foto: Birgit Wachsmann
 

Musikalisch wurde der Gottesdienst von Susanne Bräuer aus der Kirchengemeinde Harsum unterstützt. Die kurzfristige Organisation hat Dag Wachsmann vom Kirchenvorstand der Zwölfapostelgemeinde übernommen. Dank der Initiative von Mareen Rühmkorf und dem Engagement der Familie Busch und Team aus Gödringen ist das orthodoxe Osterfest gelungen und hat ein wenig Heimat und Herzenswärme in diese schwierige Zeit gebracht.

Birgit Wachsmann

Hotteln Kirchturm 13.05.2022 - Die Turmspitze ist wieder vollständig
Die Turmspitze ist wieder vollständig - Foto: Ute Göttsche

Endlich war es soweit: Die restaurierte Turmbekrönung mit Kugel und Wetterfahne kommt wieder auf die Kirchturmspitze der St. Dionys- Kirche zu Hotteln.

Am 13.Mai um 9.00 Uhr haben sich viele Interessierte versammelt, um zu erleben, wie das Dach der Kirche fertiggestellt wird. Viele verschiedene Gewerke waren an der Restaurierung beteiligt, die kirchliche 3-Dörfer-Stiftung Hotteln-Bledeln-Gödringen hatte Spenden gesammelt und konnte einen beachtlichen Teil in finanzieller Hinsicht beitragen. Der evangelische Förderkreis Hotteln-Bledeln-Gödringen e.V. wird dazu beitragen, dass auch die Turmuhr erneuert werden kann. Finanziert wurde die Maßnahme hauptsächlich aus Mitteln der Landeskirche und des Kirchenkreises.

Einige der Gäste bei der kleinen Feier zur Turmbekrönung -
Foto: Ute Göttsche

Eine goldene Turmspitze! Muss das sein? Kann man die Gelder nicht in wichtigere Projekte stecken?
Das sind die Fragen, auf die Pastor Schulz- Wackerbarth in seiner Ansprache eingeht.
Und er findet auch eine Antwort: Ja, der Kirchturm soll glänzen, denn steht für etwas: für die Hoffnung auf Rettung und die Hoffnung auf etwas, dass kommt und besser ist. Wie die Bitten im Vaterunser: erlöse uns von dem Bösen und dein Reich komme. Das ist eine Hoffnung, die nicht im Verborgenen bleiben darf, sondern für alle sichtbar und hell erstrahlen muss. Der glänzende Turm steht aber auch für tatsächliche Erfahrungen, die die Menschen im Glauben gemacht haben: Erfahrungen des Heils und der Geborgenheit Der Kirchturm soll an diese Hoffnung und diese Erfahrungen erinnern, und zwar nicht nur uns, sondern auch zukünftige Generationen.

Die kleine Feier war etwas ganz Besonderes. Einer der Gäste  hatte sogar schon einmal so eine Turmbekrönung in Hotteln erlebt: Herr Othmer war auch 1966 dabei.

Herr Zeyher beim Verlöten der neuen Zeitkapsel - Foto: Ute Göttsche

 

Herr Zeyher, von der Firma Metallkunst exklusiv, der die Turmspitze, Hahn, Kreuz und Turmknopf, wieder aufbereitet und auf Hochglanz gebracht hatte, hat nach der Andacht alle drei Kapseln verlötet. Und dann begann für einige Mutige der Aufstieg auf den Turm, über das Gerüst und viele Leitern. Da von unten nicht sehr viel zu sehen war, hat ein Gemeindemitglied, Herr Ladiges, das Geschehen oben mit seiner Drohne gefilmt. Dieser Film soll an das Pfarrbüro gegeben werden und ggf. auf dem YouTube Kanal der Kirchengemeinde „Zwölf-Apostel in der Tube“ zur Verfügung gestellt werden. Für alle unten gebliebenen Gäste hat die Kirchengemeinde ein Gläschen Sekt zum Anstoßen auf das gute Gelingen spendiert.

Das ist die Kugel, noch verpackt, in die die Zeitkapseln kommen - Foto: Ute Göttsche
 

Nun strahlt er wieder, der Kirchturm von St. Dionys. Und mancher der Gäste bemerkte, nun sei das Nachhausekommen wieder schön, wenn man als erstes den Kirchturm von Hotteln erblickt.

Ute Göttsche

Himmelfahrt Delm Altar 26.05.2022
Delmer Eichen: Altar Himmelfahrt 2022 - Foto: Götz Göttsche

Endlich wieder- Freiluftgottesdienst unter den Delmer Eichen.

2018 hat er zum letzten Mal stattgefunden, 2020 fiel er wegen Corona aus, 2021 sollte er nachgeholt werden und wurde wegen Unwetters abgesagt. Das Ärgerliche daran: es fiel fast kein Tropfen Regen.

Nun konnten wir wieder unter den Eichen feiern. Fast 200 Gemeindemitglieder haben einen wunderschönen Himmelfahrtsgottesdienst erlebt. Dieser Platz bietet immer ein besonderes Ambiente. Die alten Eichen als Dach über dem Platz und dazu die vielen Menschen, die auf Stühlen, Decken oder einfach so auf der Erde sitzen und dem Posaunenchor unter der Leitung von Matthis Schüle lauschen.

Pastor Below und Pastor Schulz- Wackerbarth haben die Predigt als ein Zwiegespräch gestaltet und sicher vielen Besuchern den bekannten Bibeltext für den Himmelfahrtstag auf eine neue Art nähergebracht.

Nach dem Gottesdienst ist in traditioneller Weise wieder für ein Mittagessen und Getränke gesorgt worden. Zwei verschiedene heiße Suppen mit Brot standen zur Verfügung und denen wurden reichlich zugesprochen. Für alle gab es kalte Getränke, die sicher bei den vielen, die mit dem Fahrrad angereist waren, sehr gut ankamen. Viele Besucher kamen miteinander ins Gespräch und verweilten noch längere Zeit dort.

Mittlerweile ist es in der Zwölf-Apostel- Kirchengemeinde schon Tradition, alle zwei Jahre Himmelfahrt unter den Delmer Eichen zu feiern. Wir freuen uns schon auf den nächsten Gottesdienst dort.

Ute Göttsche

10 Jahre 12-Apostel Lühnde 03.07.2022 - Godi Begrüßung, Erde aus 13 Dörfern
Pastor Dr. Yorick Schulz-Wackerbarth begrüßte die Gottesdienstbesucher*innen. Im Altarraum wurde „heimische Erde“ aus den 13 Dörfern aufgestellt. -- Foto: Gunnar Müller

Mit Kreativität und Kompetenz ein Modell-Beispiel
Regionalbischöfin Dr. Adelheid Ruck-Schröder predigt zum Festgottesdienst

Mit einem Festgottesdienst (►Video) und einem großen Gemeindefest hat die evangelische Zwölf-Apostel-Kirchgemeinde Sarstedt-Land in Lühnde am Sonntag, dem 03. Juli 2022, ihren zehnten Geburtstag gefeiert.
„Das ist im Weltgeschehen natürlich keine große Zahl, aber für uns ist es doch ein Meilenstein“, sagte Pastor Dr. Yorick-Schulz-Wackerbarth (Algermissen). Im Januar 2012 schlossen sich Gemeinden aus zwölf Dörfern zusammen. Die Predigt hielt in der vollbesetzten St.-Martin-Kirche in Lühnde die Regionalbischöfin des Sprengels Hildesheim-Göttingen, Dr. Adelheid Ruck-Schröder.

Regionalbischöfin Dr. Adelheid Ruck-Schröder hielt die Festpredigt in der vollen St.-Martin-Kirche -- Foto: Gunnar Müller
 

„Zehn Jahre sind für mich nur ein Wimpernschlag, aber ich freue mich sehr für Euch“, begrüßte eine „sprechende Kirche“ (Helga Klingbeil) die Anwesenden. „Weil ich es fantastisch finde, dass Ihr mich nach wie vor mit Leben füllt.“ Und das taten die Besucherinnen und Besucher aus Wassel, Wirringen, Müllingen, Groß- und Klein Lobke, Bledeln, Hotteln, Gödringen, Algermissen und Ingeln-Oesselse, Ummeln, Wätzum und Lühnde an diesem Sonntag mit einem bunten Programm, das in der Kirche mit einem Festgottesdienst begonnen hatte.

„Heute, nach zehn Jahren, sind Sie eine Gemeinde, aus ursprünglich sechs Kirchengemeinden mit zwölf Kirchen und Kapellen in 13 Dörfern, die in den letzten Jahren dynamisch zusammengewachsen ist und von verschiedenen Professionen und Berufen erfolgreich geleitet wird. Hut ab! Heute feiern Sie zu Recht“, sagte Regionalbischöfin Dr. Ruck-Schröder. Die zusammengewachsene Gemeinde sei mit ihrem multiprofessionellen, jungen Team, der Kreativität und Kompetenz inzwischen ein Modell-Beispiel – und das weit über die Grenzen der hannoverschen Landeskirche hinaus.

Ein Rosenstock am Turm soll aus der Erde der Gemeinden wachsen -- Foto: Gunnar Müller
 

Die Gemeinde sei eine einladende mit offenen Toren, mit Offenheit für moderne Musik, für Familien, für Jugendliche, - aber auch für Zweifelnde und Nachdenkliche, so Dr. Ruck-Schröder: „Ihr seid eine Gemeinde mitten in der Pandemie, mitten im Ukrainekrieg und mitten in einer modernen Gesellschaft, die einlädt.“

Im Anschluss an den Gottesdienst trugen Vertreter*innen aus jeder Gemeinde einen Eimer heimischer Erde an den Wehrturm der Kirche und füllten damit ein ausgehobenes Loch. In dieses pflanzten sie einen jungen Rosensetzling. „Und in tausend Jahren werden sich die Menschen wie in Hildesheim an diesem Rosenstock erfreuen“, sagte Pastorin Annegret Austen.

Für die Kinder wurden vor der Kirche viele Spiele angeboten -- Foto: Gunnar Müller
 

Der Gottesdienst wurde gestaltet von Pastorin Annegret Austen sowie den Pastoren Dr. Yorick Schulz-Wackerbarth, Raphael Below, Jan-Hendrik Eggers, einem Projektchor, bei dem auch Ukrainerinnen mitsingen, Diakonin Elvira Fink, dem Posaunenchor, der Jugendband „Catchy Tunes“, dem Blockflötenensemble „Flauto Lobeke“, einer Flötengruppe, Mathis Schühle an der Trompete und Jürgen Niemann an der Orgel und am Klavier.

Bis in den späten Nachmittag feierten die Besucherinnen und Besucher „ihre“ Gemeinde im Kirchengarten mit einem bunten Programm.

(Gunnar Müller, Ev.-luth. Landeskirche Hannovers,
 Sprengel Hildesheim-Göttingen, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit)

Und nun einige Stimmen aus der Gemeinde:

Bereits vor der Kirche begann das bunte Nachmittagsprogramm mit Spielen, Infos, Musik und Essen -- Foto: Gunnar Müller
 
  • Ich fand den Gottesdienst sehr beeindruckend. Voller Altarraum mit Musikern und volle Kirchenbänke mit Gemeindegliedern. Das war für mich ein sehr beeindruckendes Bild. Ferner hat mich fasziniert, wie viele Hände an jeder Ecke angepackt haben. Unterstützung war immer zur Hand.
  • Ich könnte aber spontan sagen, das Fotoquiz am Lobker Stand, der Zeitstrahl von Uli Beinker (leider war der Platz auf der Mauer in der heißen Sonne etwas ungünstig), und die spontane Aktion von Fam. Nüßler mit dem "Zwölf-Apostel-Honig. 
  • Hallo, ich war überwältigt von dem großen Zuspruch der Gemeindeglieder und der großen Hilfsbereitschaft an den Ständen, auch von Menschen, die sich vorher nicht dazu bereit erklärt hatten.
  • Die sprechende Kirche zu Beginn des Festgottesdienstes war richtig schön. Wir erfuhren unter anderem, dass es die Fusion zur Zwölf Apostel Gemeinde bereits schon einmal gegeben hat. Das Highlight war die Pflanzaktion der Rose. Ein tolles Bild: unter dem 12 Leuchten-Leuchter der Kirche kleine Eimer gefüllt mit Erde aus allen unseren Kirchorten. Und nach dem Rosenpflanzen pilgerten unsere Pastorin und Pastoren mit ihren Gießkannen in Begleitung der Regionalbischöfin und gossen die Apfelrose an. Auf das sie 1000 Jahre alt wird.
  • Ummeln war mit den Frauen vom Club 2010 mit dem Glücksrad aus Algermissen dabei. Als Preise gab es selbst gemachte Marmelade, bunte Tüten, Kugelschreiber, Schlüsselbänder von Rewe und Saattüten mit unserer Jahreslosung. Es waren nicht nur die Kinder begeistert dabei. Auch manch ein Erwachsener hat gern das Rad mit der Elster zum Drehen gebracht. Zum Ende des Festes waren die Preise bis auf 1-2 Stück alle an vergeben. Uns Frauen hat es viel Spaß gemacht und wir hatten gute Gespräche. Wir sind immer wieder gern dabei. 
  • Mein Satz wäre: " Welch ein tolles Fest! Vom Gottesdienst, begeisterte Kinder, gemeinsamer Austausch mit lieben Menschen über Bratwurst bis zum köstlichen Honig. Einfach toll!"

► siehe auch "Jahresthema":  10J12A - Zehn Jahre Zwölf-Apostel

►Videomitschnitt des Festgottesdienstes (YouTube)

Aus urheberrechtlichen Gründen ist die Musik aus dieser Version des Gottesdienstes herausgeschnitten worden. Wenn Sie an der vollen Version, mit allen Liedern und Musikbeiträgen, interessiert sind, melden Sie sich gerne im Pfarrbüro:
   kg.zwoelf-apostel.sarstedt-land@evlka.de.

Der Gottesdienst wird gestaltet von Pastorin Annegret Austen, den Pastoren, Raphael Below, Jan-Hendrik Eggers und Dr. Yorick Schulz-Wackerbarth, Diakonin und Chorleiterin Elvira Fink, Lektorinnen Helga Ecks und Gundhild Fiedler-Dreyer, Kirchenvorstandsvorsitzender Uwe Schelske, Alexandra Moeglere, Maike Anlauf, Lea Nordmann und als "sprechende Kirche", Helga Klingbeil.

In der Vollversion hören Sie Musik von:
1. dem Posaunenchor der Kirchengemeinde unter der Leitung von Mathis Schühle,
2. der Konfiband "Catchy Tunes" unter der Leitung von Elvira Fink,
3. der Oesselser Flötengruppe "St Nicolai" unter der Leitung von Dr. Almut Osterwald,
4. dem Flötenensemble "Flauto Lobeke", bestehend aus Maren Busse, Heike Diers, Stefanie Eucken und Svenja Fricke,
5. dem Projektchor unter der Leitung von Elvira Fink mit musikalischer Begleitung von Anna Frese und Annika Dierschke (Flöten) und Jürgen Niemann (Piano)
6. der hauptamtlichen Band, Raphael Below, Elvira Fink und Jürgen Niemann,
7. Jürgen Niemann an der Orgel und am Piano.

Aufnahme des Gottesdienstes: Benedikt Rauterberg
Schnitt: Anastasia Gerdel

Ein Blick über die Festwiese vor der St. Martin Kirche -- Foto: Götz Göttsche
 
(1) Mit 55 Ukrainerinnen und Ukrainern unterwegs ins Rasti-Land 23.08.2022
Foto: Bianca Kotyrba-Fiedler

Hilfe für Flüchtlinge auf unserem Gemeindegebiet

Hilfe für Flüchtlinge auf unserem Gemeindegebiet  Am Dienstag, den 23. August 2022 war es soweit. Die Kirchengemeinde 12-Apostel Sarstedt-Land, unterstützt durch das DRK und Zukunft Lühnde starteten den lang erwarteten Ausflug für geflüchtete Ukrainerinnen und Ukrainer auf dem Gebiet der Kirchengemeinde Zwölf-Apostel Sarstedt-Land in den Freizeitpark Rasti-Land.
Die von der Regionalassistentin Bianca Kotyrba-Fiedler sowie Pastor Jan-Hendrik Eggers geplante Tour, begleitet und unterstützt durch Antje Jeschke, Heike Meyer und Marina Tauchert vom DRK beziehungsweise Zukunft Lühnde, konnte endlich starten.

Finanziell wurde der Ausflug großzügig unterstützt durch den Kirchenkreis Hildesheim-Sarstedt, durch die Kirchengemeinde, sowie materiell in Form von Lunchpaketen durch DRK und Zukunft Lühnde. Dafür schon einen ganz herzlichen Dank für die Unterstützung, ohne die der Ausflug so nicht geworden wäre.
Viele Ukrainerinnen und Ukrainer konnten es im Vorfeld kaum erwarten und freuten sich riesig.
Alle angemeldeten Ukrainerinnen und Ukrainer waren frühzeitig vor Ort, so dass es um 10 Uhr in Lühnde los gehen konnte, in Hotteln stiegen, dank der Unterstützung und Vermittlung von Mareen Rühmkorf und Bianca Koplin noch zwölf weitere Ukrainerinnen und Ukrainer zustiegen zu.
Insgesamt nahmen Ukrainerinnen und Ukrainer aus Hotteln, Bledeln, Ummeln, Algermissen und Lühnde bei dem Ausflug teil.
Man sah in viele lachende Gesichter. Ein schöner Anblick. Schön war auch, dass das Wetter mitspielte. Es sollte den ganzen Tag schön sonnig bleiben. Perfekte Voraussetzungen also.
Die Begeisterung war die ganze Busfahrt über zu spüren. Es fanden zahlreiche ausgelassene und fröhliche Gespräche statt, es wurde gelacht und besonders als der Bus dann am Schloss Marienburg vorbei fuhr, wurden dann auch die Handys gezückt und Fotos aus dem fahrenden Bus heraus geschossen.
Um kurz nach 11 Uhr ging es dann mit der illusteren Gruppe von insgesamt 63 Personen ins Rastiland.
Es wurden Logo-Aufkleber unserer Gemeinde an alle Teilnehmer verteilt, so dass wir uns zwischendurch immer wieder gut erkennen konnten.

Foto: Bianca Kotyrba-Fiedler

Für ein Mittagessen mit Getränk im SB-Restaurant wurde für alle gesorgt.
Vereinbart wurde zudem, dass sich alle Ausflugsteilnehmerinnen und -teilnehmer um 15 Uhr an einem Getränke- und Eisstand Getränke und Eis auf Kosten der Kirchengemeinde aussuchen durften.

Besonders bei den Kindern gab es dann kein Halten mehr und sie stürzten los zu den Attraktionen im Freizeitpark. Die Gruppe trennte sich in verschiedene Richtungen und erkundete Park eigenständig. Und da gab es vieles für Groß und Klein. Wasserbahn, Bobbahn, Achterbahn, Rafting, um nur einiges zu nennen.

Sehr fröhliche aber auch leicht hitzegeplagte Gesichter sah man dann um 15 Uhr und binnen Minuten bildete sich eine lange Schlange am Eis- und Getränkestand. Gefragt waren ausschließlich Eis und Kaltgetränke. In einer fast schon dramatischen Geschwindigkeit lehrten sich die Kühlschränke und auch das Speiseeis. Letztlich durften sich die Ukrainerinnen und Ukrainer so viel aussuchen, wie sie wollten, so dass manche auch zwei- bis dreimal kamen. Bianca Kotyrba-Fiedler und ich, Pastor Jan-Hendrik Eggers unterstützten die Ukrainerinnen und Ukrainer bei ihren Bestellungen und auch die Bedienung vom Stand erwies sich dabei als sehr freundlich und hilfsbereit und so konnten alle Wünsche ausnahmslos erfüllt werden.

Foto: Bianca Kotyrba-Fiedler

Um 18:15 Uhr trafen wir uns beim Bus wieder. Alle waren pünktlich. Bevor der Bus los fuhr verteilten Antje Jeschke, Heike Meyer und Marina Tauchert noch Lunchpakete an die Ukrainerinnen und Ukrainer für die Rückfahrt. Insgesamt 60 Stück. Am Ende waren alle müde, aber auch sehr glücklich. Um 18:45 Uhr kamen wir in Hotteln an und um 19 Uhr Lühnde. Die Leute waren ausnahmslos glücklich und bedankten sich sehr für den schönen Tag, den wir als Kirchengemeinde, DRK und Zukunft Lühnde für die Menschen organisiert haben. Für alle stand am Ende fest: Es war ein Ausflug, der sich für alle gelohnt hat und einfach ein schöner Tag.

Pastor Jan-Hendrik Eggers und Bianca Kotyrba-Fiedler