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Foto: Heike Gabloffsky

Andachten in der Passionszeit

„Mit Gefühl! Sieben Wochen ohne Härte“

Kreuz Menschen Stillleben Trauer
Foto: urk_fentjer, www.foto-vom-fehn.de/index.php?/page/impressum

Es gibt Momente im Leben, da geht es erstmal nicht weiter. – Und ich erinnere mich an unseren letzten Umzug, als der kleine Bohrer vorne an der Bohrmaschine fast geglüht hat, weil diese eine Wand so hart gewesen ist. Nur mit einem Diamantbohrer ging es doch ein paar Millimeter tiefer. – Wieder so ein Moment, in dem es vor allem auf die Härte ankommt.
     Wie oft ist die Welt eigentlich hart? Wenn sie sich wieder unbarmherzig zeigt und mit Gewalt. Viele Menschen erleben jeden Tag Härte an Leib und Seele. Und wir selbst legen einen eisernen Panzer an, um uns zu schützen. Auch wenn wir uns damit vielleicht umso mehr verletzen. Wie anders aber begegnet Gott dieser Welt? Ungeschützt und mitfühlend ist das eine ganz andere Perspektive.
     Die Fastenaktion der evangelischen Kirche steht in diesem Jahr unter der Überschrift: „Mit Gefühl! Sieben Wochen ohne Härte.“ Für sieben Wochen geht es um einen anderen Blick auf mich und diese Welt. Weil es keinen Stoff gibt, selbst wäre er so hart wie Diamant, der vor den Verletzungen des Lebens schützen kann. Aber Anteilnahme oder Rücksicht, ein mitfühlender Blick oder schon ein erlösendes Wort können befreien. Sie reichen tiefer – an Stellen, die kein Diamant irgendwann berührt.
     Auch in diesem Jahr wollen wir uns in sieben Andachten zur Fastenzeit wieder am Motto der Aktion „7 Wochen ohne“ orientieren. Wir singen Lieder aus Taizé, hören biblische Texte und Impulse zu den Wochenthemen zwischen Sehnsucht, Mitgefühl und Weite bis zu Furcht und großer Freude. Die Andachten dauern etwa eine halbe Stunde und finden in verschiedenen Kirchen und Kapellen unserer Gemeinde statt.
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Pastor Christoph Tödter

aus Gemeindebrief 1-2026 (Seite 2)